Summerjam Festival 2017

Ich wollte schon seit drei Jahren auf dieses Festival, aber irgendwie hatte es nie geklappt. Dieses Jahr sollte es dann soweit sein.
Was fällt euch denn ein wenn ihr an das bekannteste Reggae Festival Deutschlands denkt?

Gras, entspannte Besucher, Dreadlocks, Köln, Rastafari, Pumphosen, Hippies, überall Reggaemusik usw.

All diese Dinge hatte ich im Kopf und davon gab es gab es auch zu genüge. Worüber ich nicht viel nachgedacht habe.

Timetable, Zeltplätze am Hang, Kriminalität, Zugfahrt, Lineup, Kosten usw.

Anfang Juli war es dann so weit, gerade zwei Tage war es her als ich von Southside Festival zurück kam um nun auf das Summerjam zu fahren. Also was es naheliegend, dass ich ständig beide Festivals miteinander verglich.

Positive Punkte

Die Menschen sind wirklich super lieb. Wir hatten richtig tolle Nachbarn, die sogar selbstgebrautes Bier und eine Zapfsäule dabei hatten!

Einige Konzerte waren wirklich toll. Protoje, Patrice, Damian Marley oder auch Dub FX.

Die Location ist ein echter Hingucker. Da ich bisher nur Flugplätze als Festivallocations gekannt hatte, war das echt mal eine gelungene Abwechslung. Wäre es noch etwas wärmer gewesen hätte man im See Baden können 🙂

Negative Punkte

Leider hatte ich ein Problem mit den Timetable, denn die Konzerte haben nur 5 Minuten versetzt angefangen. Wenn man also Acts sehen sollte, die gleichzeitig  spielten, bekam man von jedem Konzert nur die Hälfte mit. Dies hatte dann tu Folge, Dad och Bilderbuch verpasst habe weil sie zeitgleich mit Damian Marley gespielt haben und Patrice & Dub Fx habe ich lediglich eine halbe Stunde gesehen. Das war mega enttäuschend für mich, will ich diese Künstler wirklich sehr mag!

Dann kam noch dazu, dass kein Act länger als eine Stunde performt hat. Und von deinen Headliner erwarte ich zumindest eigentlich mehr.

Zusätzliche Kosten – für das summerjam Ticket habe ich ca. 125€ bezahlt. Diesen Preis fand ich für das Line up angemessen. Dann kamen aber noch Kosten für die Zugfahrt hinzu, die ich als verwöhnte Southside-Besucherin nicht mit eingerechnet hatte. Das waren dann 70€ für Hin- und Rückfahrt. Dazu kam dann noch ein Bändchen, für die Benutzung der Wassertoiletten und zuzüglich musste man für’s Duschen Marken kaufen. Diese Bändchen kostete dann also auch noch 5€. Zusammengefasst kostete der ganze Spaß ohne dass ich etwas gegessen oder getrunken hatte zu Beginn des Festivals schon 200€. Und das für ein Line Up, das man von dem Bekanntheitsgrad (oder auch Erfolg) der Künstler überhaupt nicht mit denen des Southides vergleichen kann. Ich weiß ich vergleiche hier Äpfel mit Birnen aber ich finde nicht, dass man das unter den Tisch kehren sollte.

Die Location ist zwar ganz nice, jedoch entstehen hier ziemlich weite Wege, da man immer zu Brücken laufen muss um auf die Insel zu gelangen auf der die Konzerte spielen. Zudem kann es hier auch ganz schnell ein großes Insektenproblem geben. Zudem gibt es hier fast nur Zeltplätze am Hang. Wir haben etwas abseits an einem Weg gezeltet, und hatten nur leichtes Gefälle. Außerdem finde ich es ein wenig schade, dass sich alle zeltr so um den See verteilen. Man bekommt nur von den Nachbarn direkt um einen herum etwas mit. Ich mag das einfach über einen großen Zeltplatz zu gehen und zig tausende Leute sind um mich herum. Das fehlte hier leider ein bisschen..

Der größte Nachteil dieser Anlage ist allerdings, dass sie sich nicht richtig abriegeln lässt von der Stadt. Permanent können Menschen, die kein Bändchen haben das Gelände betreten, was auch Mitschuld der Eingangs-Kontrollen ist. Ich will nicht sagen, dass die Gepäckkontrollen beim Southside wirklich sinnvoll sind aber das finde ich auf jeden Fall besser als überhaupt gar keine Kontrollen, in jeglicher Hinsicht.

Wie es auch sein sollte, hatten einige Zelte nachts Besuch von außerhalb. Die Zelte wurden aufgeschlitzt und die Wertsachen geklaut.Wer Glück hatte, fand seinen leergeräumten Geldbeutel im Gebüsch. Uns wurde lediglich Bier und meine Badelatschen von Fila geklaut. Da war ich dann etwas traurig, habe aber die Chance genutzt und mir inzwischen ein paar Adiletten gekauft. ?

Ich möchte auch  nicht, dass es jetzt so rüberkommt, als hätte ich keine schöne Zeit dort gehabt. Denn ich hatte wirklich eine tolle Zeit und habe viele nette Menschen kennengelernt. Wir haben viel zusammen gemacht und die Konzerte genossen. Allerdings wollte ich einfach mal niederschreiben was ich so davon denke, weil eben viele Dinge dabei waren über die ich mir vorher gar keine Gedanken gemacht hatte.

Schöne Grüße

Anke

2 Comments

  • ichvegan

    17. August 2017 at 20:23

    Hey Anke 🙂

    Coooool! Da wäre ich fast auch hin.

    Ich bin dafür gerade auf dem Weg zum Highfield Festival! ?

    Vor 2 Wochen war in der Nähe von Frankfurt das Sound of the Forest. Ein meeeegaaaa geiles kleines Festival. Kann ich dir für nächstes Jahr wärmstens ans Herz legen.

    LG Andreas

    Antworten

Schreibe einen Kommentar