Why not milk?

Ein Rezept und eine kurze Einleitung, sind schnell geschrieben und fordern keine großen Schreibkünste von mir. Anders ist es bei dem folgenden Beitrag. Ich würde mich nicht als großes Schreibtalent beschreiben und finde es immer schwierig solche Themen anzusprechen, möchte es aber trotzdem tun. Die krux liegt in der Sache, seinen Standpunkt, seine Meinung erfolgreich an den Leser zu transportieren.

Bereits bei meinem Beitrag über Veganismus in Bezug auf die Umwelt, wurde ich missverstanden und mir wurde erklärt es reiche nicht aus sich einfach nur vegan zu ernähren, man müsse schon mehr tun. Dies ist mir natürlich bewusst und ich habe auch niemals gesagt, dass man allein durch die vegane Lebensweise genug tut um den Klimawandel aufzuhalten. „Genug“ ist sowieso ein schwieriges Wort. Es kann oft eingesetzt werden und sagt jedoch nichts Genaues aus.

Nun ist es so, dass mein Computer streikt und ich auf dem Laptop nicht die Möglichkeit habe meine Bilder zu bearbeiten. Also nutze ich die Gelegenheit und spreche mit euch über dieses Thema. Diese Grafik haber ich nämlich schon vor längerer Zeit erstellt.

Ich möchte heute gar nicht auf die Inhaltsstoffe der Milch oder mögliche Gundheitsaspekte sprechen, da ich mich diesbezüglich nicht ausreichend mit dem Thema befasst habe, um es an euch weiterzugeben.

Warum ich keine Milchproduke esse ist im Grunde ganz einfach. Wie ich auch in meinem Interview mit der Stimmt!-Redaktion schon sagte, fragt sich vermutlich jeder Vegetarier irgendwann einmal

„geht es der Milchkuh eigentlich besser als der Fleischkuh?“.

Deshalb möchte ich kurz erläutern wie denn die meisten Milchkühe so in ihren Ställen leben.

Ca. 72% der ungefähr 4,3 Millionen Milchkühe in Deutschland werden in Laufstallhaltung gehalten. Das bedeutet sie leben in einem Stall, welcher meist aus Spaltenböden bestehen. Hierbei sind Spalten im Betonboden, durch den die Ausscheidungen der Tiere abfließen können. Nur wenige Ställe werden mit Stroh versehen. Bei dieser Haltungsart hat ein Tier meist nur 3,5-4 qm Bewegungsraum. 27% der Milchkühe in Deutschland leben in der Anbindehaltung, welche ein noch schlimmeres Schicksal für die Tiere ist. Dort werden die Tiere mit Ketten angebunden und haben noch weniger bis gar keinen Bewegungsraum. Zwar nimmt die Zahl der in dieser Haltung lebenden Tiere ab, jedoch sollte man das nicht ausßer acht lassen. Lediglich etwa 42% aller in Deutschland lebenden Milchkühe  werden für wenige Monate im Jahr auf die Weide, zum Grasen gelassen. Der rest bekommt diese nie zu Gesicht.

Zusätzlich wurden die Tiere zu ihrer Höchstleistung der Milchproduktion getrieben. Dies funktioniert nur, wenn die Kuh möglichst viele Kälber in geringem zeitlichen Abstand bekommt. Denn Kühe geben nunmal nur Milch, wenn sie gekalbt haben. Kalb und Muttertier werden kurz nach der Geburt von einander getrennt. Weiblichen Kälbern steht ein Schicksal als Milchkuh bevor, männliche gehen meist in die Kälberermast.  Die Kühe sind von dieser Überbelastung meist nach 4-5 Jahren ausgelastet und werden geschlachtet. Bei Bio- Haltung sieht das leider auch nicht viel besser aus.

Viel mehr habe ich im Moment gar nicht zu sagen, ich möchte nur, dass man sich dem bewusst wird, was wirklich hinter der „Produktion“ mancher Lebensmittel steckt und dass das Produkt zu schätzen weiß.

Schöne Grüße

Anke

 

 

 

 

Quellen:

Milchkühe

http://www.ausgemolken.net/tierleid/

 

2 Comments

  • Sue

    28. April 2017 at 10:52

    Es ist immer schwierig so große Themen „mal eben“ in Worte zu fassen, ich verstehe wie schwer das ist. Gerade bei Aspekten wie Milch spielen ja viele Faktoren eine Rolle, ob Umwelt, Gesundheit oder Ethik, ich selbst habe da ja auch schon einige Versuche gewagt mich hierzu zu äußern… und immer werden es wahnsinnig lange Texte 😉 Es gibt halt zu jedem Punkt irre viel zu sagen.

    „Genug“ ist es vermutlich erst, wenn man in völliger Harmonie nackig im Wald lebt… aber wie du ja sagst, es geht ja auch erstmal ums Anfangen und Hinterfragen. Klar ist Veganismus nicht „genug“ (und sicher kann man auch diesen total umweltschädlich betreiben), aber er ist definitiv ein wichtiger und konsequenter Schritt, wenn man sich mit dem Thema Umweltschutz und Nachhaltigkeit beschäftigt. Da kommt man halt nicht dran vorbei ohne sich unglaubwürdig zu machen.

    Ich freue mich immer, wenn möglichst viele Menschen versuchen das Thema anzusprechen und darauf aufmerksam machen, steter Tropfen höhlt den Stein 🙂

    Hab ein schönes Wochenende!

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    • Anke:)

      28. April 2017 at 13:57

      Du hast vollkommen Recht, je mehr Leute etwas zu dem Thema sagen, desto mehr bewirkt es auch. Ich versuche mich trotzdem gerne an solchen Beiträgen, da ich das Gefühl habe sie gehen mir jedes Mal leichter von der Hand. Schöne Grüße an dich, hab auch ein tolles Wochenende! ?

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